Heuschnupfen, eine lästige Allergie

Die Anzahl der Menschen, die unter Heuschnupfen leiden, nimmt immer mehr zu. Symptome reichen dabei von heftigem Niesen, geröteten, juckenden oder brennenden Augen, Müdigkeit und Kopfschmerzen bis hin zu Atemnot, Magen-Darm-Beschwerden oder Schlafstörungen. Die geschwollenen Schleimhäute führen zu verstopften Nasen, unter Umständen ist man abgeschlagen und reagiert leicht reizbar. All diese Symptome richten sich danach, wie schwer die Pollenallergie ist und in welchem Maße sich die entsprechenden Pollen gerade in der Luft befinden. Sind Heuschnupfen-Patienten nur gegen eine Pollenart allergisch, ist die Zeit, in der Allergiesymptome auftreten, mit etwas Glück vergleichsweise kurz. Bei Allergien gegen mehrere Pollenarten, die möglicherweise auch zu unterschiedlichen Zeiten fliegen, kann sich das Leiden unter den Symptomen hingegen lange ziehen. Hinzu kommt, dass der Pollenflug von den Temperaturen abhängig ist. Bei milden Wintern setzt er also möglicherweise schon recht früh ein.

Wenn man bei sich selbst solche typischen Heuschnupfensymptome entdeckt, sollte man einen Arzt aufsuchen, um durch einen Allergietest klären zu lassen, ob man tatsächlich betroffen ist. Häufig entwickelt sich diese Form der Allergie erst im Laufe des Lebens, auch Menschen, die als Kinder nicht unter Heuschnupfen gelitten haben, können als Erwachsene davon betroffen sein.

Der Zeitpunkt, wann genau die Symptome auftreten, kann bereits einen ersten Hinweis auf die auslösenden Pollen liefern. Beispielsweise sind Kräuterpollen von Brennnesseln erst im Juli und August unterwegs, die Pollen von Hasel und Erle sind dagegen als Erstes an der Reihe und je nach Temperatur sogar schon im Winter unterwegs. Darauf folgen im April und Mai Weide, Eiche, Buche, Birke und Pappel. Mai und Juni sind schließlich die Getreide- und Gräserpollen an der Reihe.

Abgesehen vom eigentlichen Allergieauslöser empfiehlt sich auch der Test auf eine Kreuzallergie. So geht beispielsweise mit einer Allergie gegen Hasel häufig eine Allergie gegen Tomaten, Kirschen oder Haselnüsse einher, Betroffene, die gegen Kräuterpollen allergisch sind, reagieren häufig auch auf Muskat oder Karotten.

Um die Beschwerden durch Heuschnupfen möglichst gering zu halten, hilft es, nach draußen gehen, nachdem es geregnet hat und die Pollen aus der Luft gewaschen sind. Allergieauslöser sollten unbedingt aus dem Schlafzimmer verbannt werden, deswegen gehört Kleidung, die draußen getragen wurde, nicht in diesen Raum. Vor dem Schlafengehen die Haare zu waschen, kann ebenfalls helfen, nächtliche Symptome zu mindern, da auch auf diesem Weg Pollen in das eigene Bett eingeschleppt werden können. Lüften sollte man am besten nach dem Regen oder zumindest zur richtigen Tageszeit, diese kann unterschiedlich sein, je nachdem, ob man in der Stadt oder auf dem Land wohnt. Ein Pollenflugkalender, entsprechende Seiten im Internet oder die entsprechenden Hotlines helfen, den Überblick darüber zu behalten, was gerade in der Luft liegt.

Um die Symptome zu lindern, sind Medikamente wie beispielsweise Nasensprays sinnvoll. Auch mit der Ernährung kann man sich die Heuschnupfenzeit erleichtern; so hilft eine ausreichende Versorgung mit Vitamin C und Zink. Mit all diesen Mitteln kann man aber lediglich die Symptome des Heuschnupfens verringern, gegen die Ursache hilft es nicht. Um Heuschnupfen tatsächlich loszuwerden, bietet sich daher eine Hyposensibilisierungstherapie an. Hier existieren mittlerweile mehrere Formen, die man ganz individuell mit dem behandelnden Arzt besprechen kann und welche gute Erfolge erzielen können.

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